Richterberichte der 39. Dr. Kleemann Zuchtausleseprüfung 2010 vom 23. bis 26. September 2010 in Zistersdorf / Österreich Gruppe 13 RO Dieter Wöhlert Mf. Johann Schubert Dieter Eichhorn Annette Esser PNr. 70 Inga von der Madlage, Fw. v, Führer: Klaus Hemme, bestanden KS Bereits im 1. Suchengang zeigt uns die Hündin eine beeindruckende schnelle Suche mit sehr guter Kopfhaltung, geht mit hoher Nase immer den richtigen Wind. 2. Suchengang das gleiche positive Bild, schneller und ausdauernder Suchenstil, bei dem man erkennen kann, dass sie finden will. 3. Suche in den Rüben markiert sie 3x Hasen und bei der weiteren Suche kommt sie an Hühner die sie fest vorsteht und auf Schuss einwandfrei hält. Eine einwandfreie Vorstellung, in der Hund und Führer eine wirklich positive Einheit waren. Sie erhält in der Suche ein 4h, das alle Richter befürworteten. Wasser: Stöbern ohne Ente: Die Hündin nimmt auf Kommando das Wasser an, stöbert die Schilfpartien korrekt und ohne Einwirkung des Führers durch. Die lebende Ente wird mit hoher Nase auf der Schwimmspur bald gefunden und aufs offene Wasser gedrückt. Nach dem Schuss wird die Ente einwandfrei gebracht und ausgegeben. Gruppe 18 RO Günther Rest Ing. Václav Vlasák Oliver Kohlrusch PNr. 71 Lona von der Madlage, Fw. sg, Führer: Klaus Meiners, bestanden KS Wasser: Ohne zu zögern nimmt die Hündin das Wasser an, schwimmt über das offene Wasser und erreicht den Schilfgürtel. Das Schilf wird mit ausgeprägtem Finderwillen und großer Ruhe durchstöbert. Hier zeigt sich schon ihre Wasserfreude. Systematisch durchsucht sie das gesamte Schilf. Bald findet sie die Schwimmspur einer Ente, konsequent verfolgt sie diese ca. 200 Meter. Sie findet die Ente und drückt diese ins offene Wasser. Leider ist die Ente aber zu weit für einen Schuss entfernt. Die Ente taucht weg. Die Hündin ässt nicht locker. Sie schwimmt nach geraumer Zeit wieder dahin, wo sie zuerst die Ente gefunden hat und sucht in bestechender Manier das gesamte Schilf erneut ab. Gern hätten wir ihr einen erneuten Erfolg gegönnt. Die vorgesehene Arbeitszeit ist sehr weit überschritten. Faszinierend ist die selbstständige Arbeit der Hündin. Bei dem Schuss auf die tote Ente und in der anschließenden Bringarbeit hat die Hündin keine Probleme. Die Wasserarbeit wird beim Stöbern ohne Ente im deckungsreichen Wasser mit der Note 4H einstimmig beurteilt. Feld: Die erste Suche ist von ständiger Einwirkung des Führers geprägt. Bei jeder Wende kommt ein Pfiff. Der RO macht den Führer darauf aufmerksam, dass jede Einwirkung das zu erwartende Prädikat negativ beeinflussen wird. Die Suche wirkt zögerlich. Hündin und Führer sind merklich unsicher. Dadurch leidet natürlich die gesamte Suche der Hündin. Bei der zweiten Suche verbessert sich der Suchenstil erheblich. Jetzt lässt der Führer die Hündin ohne Einwirkung laufen. Der Suchenstil ist deutlich angehoben und die bei der Wasserarbeit gezeigte Selbstständigkeit kommt jetzt zum tragen. Sie findet einen Hasen, markiert diesen und ist am sichtig abgehenden Hasen gehorsam. Bei der dritten und vierten Suche zeigt sich ein völlig anderer Hund. Bei beiden Suchen ist plötzlich eine planmäßige, raumgreifende Suche da. Beste Windausnutzung führten die Hündin zum Erfolg. Sie findet mehrfach Hasen und Fasane, bei beiden wurde geschossen. Bei allen Wildkontakten ist sie gehorsam. Diese Hündin besteht die Prüfung Gruppe 20 RO Rolf Tappe Willy van Damme Henning Stieghan PNr. 73 Mendy von der Madlage, Fw. v, Führer: Wilhelm Hemme, bestanden KS Feld: Bei einer erfahrenen, sprich bejagten und mehrfach geprüften Hündin, die diese Ausleseprüfung bestanden hat, bedarf es nicht so vieler Worte, um die sehr guten bzw. hervorragenden Leistungen zu beschreiben. Denn in allen Suchengänge, ob im stark bewachsenden Rübenschlag oder im Kürbisfeld oder auch auf einem Wiesenstück, wurde das Suchen sehr systematisch, in angepassten Galoppsprüngen, richtig in den Wind drehend anschaulich gezeigt. Bei dieser planmäßigen und weiträumigen Suche kam Mendy mehrfach zum Vorstehen bzw. Durchstehen, dabei darf der Blickkontakt zum Führer nicht verschwiegen werden. Bei der Schussabgabe zeigte die Hündin Schussruhe, auch später beim, nur wenige Meter, verfolgten Hasen lässt sich Mendy sofort zurückrufen. Eine insgesamt bestechende Feldarbeit, die auch vom Führer sehr gut gemeistert wurde, die zum Abschluss in allen Fächern mit sehr gut und als einstimmige Richtermeinung in de Suche mit 4h beurteilt werden konnte. Wasser: Das Stöbern ohne Ente wurde von Mendy -im Vergleich zu Indira- nicht so weiträumig durchgeführt, jedoch war auch hier der Finderwille zu merken. Mit kleinen Handzeichen lenkte der Führer die Hündin, so dass die Schilffläche gründlich durchstöbert wurde. Beim Stöbern mit Ente nimmt Mandy sofort das Wasser an, findet nach relativ kurzer Zeit die Anschußstelle, verfolgt die Schwimmspur, watet durch das Schilfwasser und geht dann an Land. Hier sucht sie das Schilf ab und kommt und bringt die Ente. Das Bringen und Ausgeben ist ohne Tadel. Da die Ente ausgestiegen war und sauber gebracht wurde, musste die Schussfestigkeit separat geprüft werden. Eine sehr gute Wasserarbeit, so dass unter Einbeziehung der sehr guten/hervorragenden Feldleistungen Mandy zum Kurzhaar-Sieger ernannt wurde. Gruppe 28 RO Marica Schumacher Ernst Riegler Tibor Osztopany PNr. 72 Lou von der Madlage, Fw. v, Führer: Andreas Stolle, nicht best. Bei der Wasserarbeit wirkte die Lou nervös und aufgedreht. Sie nimmt sofort das Wasser an und schwimmt schnell um das jenseitige Ufer anzunehmen. Sie durchstöbert selbstständig den Schilfgürtel und nach ca. 20 Minuten kommt zum Führer zurück. Die lebende Ente wird ebenfalls schnell über der Schwimmspur gefunden, gegriffen und gebracht. Vor dem Führer lässt die Hündin die Ente fallen, nimmt dann selbständig wieder auf, und setz sich hin. Bei der Schussfestigkeit am Wasser schwamm die Hündin laut zur der Ente die sie dann auch korrekt bringt. Die Wasserarbeit wurde mit sehr gut und das bringen mit gut bewertet. Im Feld in fünf Suchengängen könnte sich die Hündin zur keiner Zeit auf eine planvolle, selbstständige, und konzentrierte Suche einstellen und lies sich nur unter ständiger, lauter Einwirkung lenken. Auch im Feld bei Kontakt mit Haar und Federwild ist die Hündin laut. Die gesamte Feldarbeit, besonderes das Gehorsam entsprachen nicht den Anforderungen der Dr. Kleemann-Prüfung